OFILIA. Eine Balkonette.

OFILIA. Eine Balkonette. schafft Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum für Musik mittels der menschlichen Stimme  und spricht damit ein breitgefächertes Publikum an. Ihr Thema ist die Operette, ihre Bühne sind die Kiezbalkone. Sie geht direkt in die Lebensräume der Menschen und macht diese zur Bühne für alle. So werden neue Akteure in das Geschehen eingebunden und kreative Spielformen entwickelt, die Neugier und Toleranz fördern.

Die Wahl der Musik auch aus dem Bereich der Operette soll u. a. erinnern und anknüpfen an eine in Berlin vor Machtübernahme der Nationalsozialisten lebendige Operettenszene, die durch Vertreibung und Verfolgung vieler Künstler_innen durch das Regime zerschlagen wurde. Die Tradition der Operette ist seitdem stark in den Hintergrund getreten, selbst in den städtischen Opernhäusern war die in Opernkreisen oft als seicht abgetane und von Vorurteilen belastete Operette eher eine Randerscheinung. Erst in den letzten Jahren tritt sie vor allem an der Komischen Oper wieder stärker in den Vordergrund, bleibt dort jedoch dem finanziell eher privilegierten Opernpublikum vorbehalten.

OFILIA. Eine Balkonette. knüpft an die Inhalte und Melodien dieses unterhaltsamen Genres an und baut in der Bespielung unterschiedlicher Balkone und Emporen im Kiez von Neukölln und Kreuzberg Brücken in die Gesellschaft und lässt Menschen unterschiedlicher Herkunft am musikalischen Spaß partizipieren.

Die Bezirksbürgermeisterin, Dr. Franziska Giffey, hat sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft für OFILIA. Eine Balkonette. zu übernehmen.

"Als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln unterstütze ich die Balkonette von OFILIA als Schirmherrin. Aus meiner Sicht handelt es sich hier um ein neues und besonders innovatives Kunstprojekt, das den Zusammenhalt der Kiezbevölkerung stärkt und Kulturen über die Musik ebenso wie über die Art der Darbietung verbindet. Die Hochkultur der Oper wird durch das Einbeziehen von privatem Wohnraum auf besondere Weise in die Bevölkerung hineingetragen, Grenzen und Berührungsängste zur Hochkultur der Opernwelt werden abgebaut. Durch die Einbindung in ein Straßenfest kommen Groß und Klein, Alt und Jung kulturübergreifend in ihrem alltäglichen Milieu zu einem dennoch besonderen kulturellen Anlass zusammen. Die Vielfalt des kulinarischen Angebots des Straßenfestes bringt den multikulturellen Charakter des Events einmal mehr zum Ausdruck.“                                                

Dr. Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin Neukölln