Die Balkonszene- das Sinnbild für eine Liebeserklärung schlechthin! Und was wäre die
Musik / Oper ohne die Liebe bzw. die ausschweifenden Liebeserklärungen der Tenöre?
Die Frage ist natürlich rein rhetorisch! Da die Musik ohne Liebe, ohne Leidenschaft
gar nicht existent wäre - Meiner Meinung nach! Das Projekt Balkonette ist eine großartige
Herausforderung für die Zusammenarbeit zwischen Musiker und dem Publikum - Das Wort
Publikumsnähe bekommt hier nochmal eine völlig neue Bedeutung, da das ganze ja quasi
in den Wohnungen der Zuschauer stattfindet. Und eine weitere Herausforderung in
meinem Fall ist es, die Höhenangst in den Griff zu bekommen...
Ulrike Scholz, Mezzosopranstin

Ich bin begeistert von der Idee den Kiez in eine Bühne zu verwandeln! Die Unmittelbarkeit
der Balkonette entspricht der Sehnsucht von Herzen zu singen. Die Lust am Gesang und
Spiel verschmilzt mit dem Wunsch die Musik außerhalb verschlossener Theaterräume zu
hören und an das Publikum, das ebenfalls von der herkömmlichen Bühnenstruktur befreit
wäre, heranzutragen.
Julia Reznik, Mezzosopranistin

Als Opernsänger der an mehr als 30 Bühnen engagiert war, bin ich der Stadt Berlin
insofern künstlerisch verbunden, dass ich an zwei der drei Opernhäuser Berlins,
nämlich an der Deutschen Oper und der Komischen Oper Engagements hatte. An der
Deutschen Oper war ich 5 Jahre auch im Festengagement unter der Intendanz von
Professor Götz Friedrich. Das Projekt interessiert mich insofern, da meine Rolle die
Ambivalenz meiner "hessischen" Seele zu der Mentalität der Berlinerinnen und Berliner
beinhaltet, aber hauptsächlich das Singen mit jungen, begeisterten Nachwuchssängerinnen
und Sängern, welche ich persönlich kenne und sehr schätze. Eine Frische,
die mit Sicherheit den Geschmack des Berliner Publikums treffen wird!
Ralf Willershäuser, Tenor